Verfasst von: annietime Am: August 23, 2010
…Glücklichsein ist eine Fähigkeit.
Halten wir das doch einfach mal ganz objektiv fest. Und wenn es kein Zustand sondern eine Fähigkeit ist, dann stimmt auch das mit den positiven Gedanken wieder in mein Weltbild. Wenn ich glücklich bin, woher kommt das denn eigentlich? Von einer Sache, die gut gelaufen ist. Von einem Menschen, der mich glücklich macht. Von einem Moment, der mich verzaubert. Natürlich befinde ich mich dann im Zustand des Glücks… aber glücklich bin ich doch, weil ich mich dazu entschieden habe. Ich habe mich entschieden, diese Sache zu machen. Mich entschieden, diesen Menschen zu treffen und ihn wahrscheinlich an meinem Glück mit ihm teilhaben zu lassen. Mich entschieden, diesen Moment auszukosten.
Ich entscheide mich also FÜR das Glück und in dem Moment des Glücks entscheide ich mich GEGEN alle möglichen Störfaktoren. Ich übersehe all die kleinen Miesmacher, die nicht weniger existieren nur weil ich sie nicht sehe. Aber ich kann sie ausblenden. Die Fähigkeit glücklich zu sein, braucht also auch die Fähigkeiten des Genusses und des Ignorierens. Ich muss Entscheidungen treffen können. Um glücklich zu sein, brauche ich also die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, die mich glücklich machen.
Muss ich jetzt nicht nur noch herausfinden, was mich glücklich macht und einfach mehr davon tun?
Es ist so als ob ich mich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen kann. Ich muss es nur wollen. Warum also tun wir Menschen uns damit so schwer, glücklich zu sein? Ist es, weil es einfacher ist, ein Pessimist zu sein? Weil es weniger anstrengt, man sich nicht immer wieder motivieren muss, etwas zu tun? Oder sind wir einfach so geboren? Die meisten von uns…
Alle schwärmen vom großen Glück und was sie bereit wären dafür zu geben. Dabei wäre es doch so leicht im Kleinen anzufangen und eine allgemein positive Grundstimmung in das eigene Leben zu bringen. Eine Stimmung, die uns zu angenehmen Mitmenschen macht und uns damit, wenn wir den mitmenschlichen Umgang zu schätzen wissen, gleich wieder neuen Stoff zum Glücklichsein bringt. Andere Menschen glücklich zu machen, macht auch glücklich.
Die Fähigkeit, das Leben zu genießen. Das ist der Schlüssel zum Glück. Glaube ich. Und ich bewundere die Menschen, die schon viele Rückschläge in ihrem Leben meistern mussten und nicht nur wieder aufgestanden sind, sondern vorwärts schauen und all das Schöne, was ihnen zu Teil wird, wirklich genießen können. Wenn wir uns mal umschauen, gibt es so viele Menschen, die viel mehr Grund hätten, verbittert zu sein. Und oft sind es genau die, die es eben nicht sind.
Resilienz, Krisen meistern dank personellen und sozialen Ressourcen und sich weiterentwickeln. Unsere eigene Intelligenz ist solch eine personelle Ressource, unsere Hoffnung, unser Glaube, Zuversicht…und all die Dinge , die wir gut können. Wir müssen uns nur all dessen bewusst werden. Und unsere Stärken einsetzen. Stärken stärken. Schwächen schwächen. Soziale Ressourcen, all unsere Netzwerke, unsere Freunde, Vereine, all das kann uns den Rücken stärken. Wenn wir uns bewusst sind, was wir alles haben. Stehaufmännchen. Aus jeder beliebigen Lage zurück in die Ausgangsposition. Und dann… weiter!